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Was bedeutet eigentlich…? Das kleine Scanner-ABC.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen die grundlegendsten Begrifflichkeiten rund um das Thema Dokumentenscanner. Ihnen ist es sicherlich auch schonmal passiert, dass Sie ein technisches Gerät kaufen wollten und wie der Ochs vorm Berge standen - weil Sie einfach überhaupt nicht verstehen konnten, was denn die ganzen Fremdwörter vor Ihnen bedeuteten. Im Bereich der Dokumentenscanner sind die Begrifflichkeiten zwar ähnlich komplex wie bei einem Computer, sie sind aber in aller Regel zumindest von Hersteller zu Hersteller ziemlich identisch. Die Liste ist sortiert nach Relevanz. Das heißt zumindest die ersten Begriffe sollten Ihnen geläufig sein, um eine richtige Kaufentscheidung treffen zu können

In diesem Artikel sprechen wir über:

Simplex und Duplex

Über diese beiden Worte wird definiert, ob ein Scanner nur einseitig oder beidseitig scannen kann. Simplex steht hierbei für einseitig und Duplex für beidseitig.
Beidseitiges scannen (Duplex) bedeutet, dass der Scanner über zwei Fotoleisten verfügt und so in einem Scanvorgang beide Seiten auf einmal erfassen kann.
Sie sollten Duplex-Scanner auf jeden Fall beim Kauf bevorzugen, auch wenn Sie der Meinung sind, dass Sie hauptsächlich einseitige Dokumente scannen wollen. Denn wenn Sie dann doch mal beidseitig scannen möchten müssen Sie die digitalen Dokumente später kompliziert nachbearbeiten.

ppm und ipm

Die beiden Abkürzungen ppm und ipm stehen für “pictures per minute” und “images per minute” – auf deutsch: “Seiten pro Minute” und “Bilder pro Minute” – und geben die Scangeschwindigkeit eines Scanner an.
Der jeweiligen Abkürzung ist in der Regel ein Wert vorangestellt. Zum Beispiel “30 ppm”. Dies entspräche einer Scangeschwindigkeit von “30 Seiten pro Minute”. Der dazugehörige Wert (wenn es sich um einen Duplex-Scanner handelt) wäre entsprechend “60 ipm”, also “60 Bilder pro Minute”, weil der Scanner eben beim Scannen von 30 Seiten 60 Bilder erzeugen wird.
Achtung!: Häufig stehen die Scangeschwindigkeiten in Abhängigkeit von bestimmten Einstellungen. So kann es z.B. sein, dass ein Scanner zwar 30 ppm scannen kann, aber eben nur in schwarz-weiß bei 200dpi (für dpi bitte weiter unten nachschauen). Je nach Modell scannt der selbe Scanner aber vielleicht in Farbe und bei 300 dpi bereits nur noch 15 ppm.
Wir haben in unseren Produktbeschreibungen versucht die Geschwindigkeit nach Möglichkeit zu vereinheitlichen. Bei Unklarheiten sprechen Sie uns gerne an!

dpi

Die ebenfalls englische Abkürzung “dpi” steht ausgeschrieben für “dots per inch”, also “Punkte pro Zoll”, und gibt die “Punktdichte” im gescannten Dokument an. Das heißt, dass der Wert angibt, wie viele Punkte pro Zoll (1 Zoll = 2,54 cm) Dokument beim Scannen erfasst werden.
Für die meisten Vorhaben im Dokumentenbereich reicht eine Auflösung von 300 dpi völlig aus. Die meisten aktuellen Dokumentenscanner können sogar eine Auflösung von 600 dpi erfassen.
Erst bei der Digitalisierung von Fotos und anderen grafiklastigen Dokumenten wird ein hoher dpi-Wert relevanter. Aber auch hier gibt es sinnvolle Grenzen.

Ultraschallsensor

Ultraschallsensoren werden die meisten von ihren “Parkpiepern” aus dem PKW kennen. Im Bereich der Dokumentenscanner sollen Ultraschallsensoren aber eher dafür sorgen, dass ein Doppelblatteinzug verhindert wird.
Der Sensor erkennt beim Scanvorgang also, ob mehrere Dokumente gleichzeitig eingezogen werden und gibt, je nach Einstellung, eine Warnung aus oder stoppt sogar den Scanvorgang. Diese Funktion ist gerade bei größeren Papierstapeln sehr nützlich, um Datenverlusten vorzubeugen und funktioniert eigentlich bei allen Herstellern sehr zuverlässig.

CCD und CIS

CCD und CIS bezeichnen die Technologien zweier hauptsächlich in Scannern eingesetzten Fotomodule. Der grobe Unterschied lässt sich am besten wie folgt beschreiben: CIS-Fotoelemente sind sehr kompakt und günstiger, CCD-Fotoelemente sind im Aufbau deutlich komplexer, bieten eine bessere Scanqualität und können höhere Scangeschwindigkeiten abbilden.
Auch hier gilt: Sollten Sie sich hauptsächlich Fotos scannen wollen oder mehr als 500 Seiten pro Tag scannen wollen, ist eine CCD-Leiste nicht unbedingt notwendig.

ADF

ADF oder auch “automatic document feeder” bezeichnet im Allgemeinen die Scantechnologie, welche es Dokumentenscannern ermöglicht automatisch weitere Dokumente zuzuführen und zu verarbeiten.
Auch hierbei gibt es mittlerweile technische Unterschiede. Die noch immer meist genutzte Technik basiert auf einer Einzugsrolle und einem “ADF-Pad”, welches für die Separierung der Dokumente beim Scanvorgang sorgt.
Neuere Techniken, besonders bei schnelleren Scannern haben eine aktive Papiertrennung mit mehreren gegenläufigen Einzugsrollen.
Bezüglich des ADF-Pads und der ADF-Rolle finden Sie in Produktbeschreibungen häufig die Angabe einer Lebensdauer. Nach dieser Anzahl gescannter Seiten sollten Pad und Rolle dann getauscht werden, da sonst der Einzug oft nicht mehr gut funktioniert. Die Kosten hierfür sind normalerweise überschaubar.

TWAIN und ISIS

Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Schnittstellen zur Kommunikation zwischen Software und Scanner. Per TWAIN beispielsweise ist eine Software dazu in der Lage ganz konkrete Befehle an einen Scanner zu übermitteln. Zum Beispiel in welcher Auflösung, wohin, in Farbe oder schwarz-weiß und ob in Duplex oder Simplex gescannt werden soll. Der Einsatz einer TWAIN-Schnittstelle macht einen Zusammenspiel zwischen Software und Scanner häufig sehr einfach, da keine weiteren Konfigurationen gefordert sind.
Achtung!: Bei einigen Netzwerkscannern wird ebenfalls von TWAIN-Kompatibilität gesprochen. Dies funktioniert erfahrungsgemäß aber wirklich zuverlässig nur, wenn das Gerät per USB und nicht über das Netzwerk an den PC angeschlossen ist.

RAM

Ähnlich wie bei einem Computer besitzt auch ein Scanner einen RAM, also einen Arbeitsspeicher. In diesem werden die Scanergebnisse zwischengespeichert und später aufbereitet an den Computer weitergegeben. Wenn Sie also viele vielseitige Dokumente scannen sollten Sie hierauf beim Kauf achten und eher das Gerät mit dem größeren RAM-Speicher kaufen.

Grammatur

Die Grammatur, oder besser verständlich, das Papiergewicht, gibt die maximale und minimale Dicke eines Dokuments an, die der Scanner verarbeiten kann. Dabei ist der für die meisten wesentlichste Unterschied, ob ein Scanner auch Plastikkarten (also z.B. Ausweise oder EC-Karten) scannen kann oder nicht. Soll Ihr Gerät das können? Achten Sie darauf, dass auch “Dokumente” mit einer Papierdicke von mehr als 0,762 mm eingescannt werden können – das ist die Dicke einer normalen EC-Karte in Deutschland.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einige Begrifflichkeiten etwas näher bringen und Sie sind nun besser informiert. Sollten bei der Auswahl Ihres Scanners noch Fragen aufkommen, stehen wir Ihnen natürlich trotzdem mir unserem Expertenrat zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Fragen!

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